Von Mariental in die Wüste

Am Montag morgen kurz bevor wir zum Auschecken gingen, wurden wir noch Zeuge eines Machtkampfs der heimischen Vogel und einer Schlage. Die Vögel zeigten keine Angst und schlagen die Schlage in die Flucht.

Anschliessend sind wir Richtung Süden losgefahren. Ein ‚kurzer’ Tankstopp in Marinetal. Der Tankwart liess sich sehr viel – ich wusste gar nicht das man so langsam Diesel aus der Zapfsäule in den Tank füllen kann… Dann ging es auf der B1 Richtung Keetmannshoop weiter. Auch heute wurden wir wieder von Affen überrascht, plötzlich sah ich den einen oben auf einer nahen Eisenbahnbrücke und kurze Zeit später sahen wir einen weiteren Affen gemütlich rechts neben der Strassenbrücke sitzen, die wir gerade passierten. (Ach ja, auch diesmal reichte es nicht ein Photo zu schiessen).

Weiter fuhren wir zu dem, ungefähr 25 km nördlich von Keetmanshoop befindlichen Köcherbaumwald. Dort ist eine imposante Ansammlung der wunderschönen Aloenart (Aloe dichotoma). Der Baum wird Köcherbaum genannt, weil die Buschmänner die markgefüllten Äste zu Köchern verarbeiteten um dort dann ihre Jagdpfeile hineinzutun.

Köcherbaum
Köcherbaum

Auf der B42 fuhren wir weiter bis zum Abzweicher ‘Seeheim’ Richtung Hobas. Fahrerwechsel.

IMG_2872Claudia hat einen holprigen Einstieg mit ‚unserem’ Fortune. Auf der groben Naturstrasse fahren wir knapp zwei Stunden über ‚Stock und Stein’, müssen trockene Flussbett umgehen und erreichten schliesslich staubig unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Nach unserer Ankunft sind doch tatsächlich ein paar Tropfen gefallen – aber der ‚Regen’ ist so schwach und kurz, den können wir nicht Erst nehmen.

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hier gibt es einen köstlichen Dinner

Das sehr schöne Ressort ‚Canyon Village‘ ist einem Nama-Dorf nachempfunden. Hier wurde das Leben der semi-nomadischen mit Bilder und zahlreichen Zeichnungen von Namibischen Künstler festgehalten. In den strohbedeckten Bungalows lässt es sich sehr gemütlich den Moment geniessen.

Das abwechslungsreiche Dinner mit einheimischen Spezialitäten geniessen wir in vollen Zügen und schliessen den Tag mit einem schönen Whisky ab.

Fish River Canyon

Im Süden des Landes befindet sich eines der grössten Naturwunder Afrikas: der Fish River-Canyon. Die gewaltige Schlucht ist 161 km lang, 27 km breit und teilweise bis zu 550m tief. Die steilen Felsen fallen abrupt vom Plateau ab. Der Fisch River-Canyon ist der grösste Canyon der südlichen Hemisphäre, weltweit wird er nur vom Grand Canyon in den USA übertroffen.

Hell's Bend
Hell’s Bend

Nach einem guten Frühstück haben wir zuerst  den Punkt Hell’s Bend angesteuert und anschliessend haben wir auf der Weg zu südlichsten Viewpoint auf gut 20km den Toyota getestet. An zwei Orten war der kleine Hinweis ‚4×4‘ mehr als berechtigt, denn punkto Bodenfreiheit und Löcher (Zitat „ … wie ein Bachbett“) und der Bodenbeschaffenheit kommt man ohne ‘4-Wheel Drive’ nicht weiter.

Unendliche Weite
Unendliche Weite

Als wir wieder in Lodge waren haben wir die ganzen Anlagen für uns alleine, denn die deutsche Reisegruppe ist weitergezogen und nervt vermutlich andere Gäste am anderen Orten.

Mit einem „Sprung“ in den Pool haben wir unseren Nachmittag abgeschlossen.

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In Vordergrund der Pool. In der Hütte links haben wir unsere Bleibe.

Am Abend regnet es doch tatsächlich. Die Nacht wir gegen Morgen etwas windig und auch der Regen hält sich nicht zurück. Wir aber liegen gemütlich im Bett unseres strohbedeckten Bungalow.

Sossusvlei und Deadvlei

Nach der Ballonfahrt ging es zurück zur Lodge und von dort fuhren wir weiter in das Sossulsvlei. Die 60 km bei 60 km/h ist etwas langweilig aber zu schaffen. Im Sossusvlei angekommen sind die restlichen 5 km nur zu Fuss oder aber mit einem 4×4 Auto zu bewältigen.

4x4 only
4×4 only

Wir haben uns entschlossen die  Fähigkeiten des Toyotas (und des Fahrers) zu prüfen. – Es gab nur zwei kleine Situationen (sehr viel Sand und sehr tiefe Fahrrinnen) wo es uns etwas wärmer wurde, aber wir haben die Hinfahrt geschafft.
Vom Parkplatz laufen wir noch gut einen Kilometer um das Deadvlei, eine Pfanne aus Lehm und Ton, die von Namibsand-Dünen umschlossen ist, zu sehen. Der Marsch (natürlich wieder in der Mittagshitze) hat sich gelohnt, denn die Akazienbäume die bereits vor über 500 Jahre vertrocknet sind, geben ein faszinierenden Bild ab.

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Über 500 Jahre alte Baumgerippe
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Endlose Dünen

Nach dem Rückweg auf der Off-Road-Strecke (wieder mit zwei kritischen Passagen) sind wir gut beim ersten Park- und Picknickplatz angekommen. Das Lunchpaket, das wir vom unserer Lodge bekommen haben, kommt jetzt auf den Steintisch.
Auf dem Rückweg geniessen wir die einzigartige Dünenlandschaft. Wir machen  noch Halt bei der bekannten ‘Dune 45’ die über 170 Meter hoch ist. Der Sand, aus dem sie besteht soll über fünf Millionen Jahre alt sein.

Dune 45
Dune 45 (hier mit Gratwanderer)
Dune 15
Dune 15 – unberührt

Wieder in der Lodge angekommen, machen wir uns frisch und mit einem sehr feinen Dinner schiessen wir den langen und erlebnisreichen Tag ab.